Auf die Ohren! Podcasts im B2B

Hören Sie Podcasts? Die Chancen stehen in Deutschland derzeit 1:1, dass Sie es tun. Tendenz steigend (G+J Mobile 360° Studie 2019). Damit eröffnen Podcasts einen zusätzlichen Kommunikationsweg im B2B Marketing, um die eigene Zielgruppe mit hochwertigem Content zu erreichen. 

Doch was steckt eigentlich hinter diesen Podcasts? Und warum lohnt sich der Blick für B2B Marketer auf dieses nicht mehr ganz so neue Tool? Die Antworten darauf liefern wir in diesem Beitrag.

Was sind Podcasts?

Podcasts haben leider nichts mit Podracern zu tun (auch eindrucksvoll!). Der Begriff entstand vermutlich 2004, in den Hochzeiten der Musik-Digitalisierung. Podcasts sind eine Zusammensetzung aus Pod (= Play On Demand) und Cast, das aus dem englischen “broadcast” (verbreiten) geborgt wurde. Es handelt sich also um Audio-Sendungen, die zeitverzögert heruntergeladen und angehört werden können.

Auch der erste Podcast wurde 2004 veröffentlicht: Damals entstanden die “Daily Source Code and Morning Coffee Notes” als RSS-Feed. Weitere Podcasts folgten bald.

Lange Zeit blieben die OnDemand Audio-Sendungen ein Nischenthema, das vornehmlich technisch Interessierte ansprach. Nachdem sich in den letzten Jahren jedoch andere OnDemand-Angebote, insbesondere Serien und Filme, im Konsumenten-Bereich durchgesetzt haben, zieht auch Audio nach. Podcasts ähneln heute Radio-Sendungen oder Talkshow-Formaten. Der Unterschied: Sie können über das eigene Smartphone jederzeit und nebenbei angehört werden. So geben 56 % der deutschen Podcasthörer an, Podcasts unterwegs zu hören (Quelle). 

Wie können B2B Marketer Podcasts nutzen?

Im B2B Marketing gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, Podcasts einzusetzen:

  1. Podcast Advertising
  2. Eigener Podcast

Beide bieten interessante Möglichkeiten, um sich in der eigenen B2B Zielgruppe ansprechend zu platzieren. Je nach Unternehmenszielen und Ressourcen bietet sich das eine oder andere – oder beide Strategien kombiniert an.

 

Podcast Advertising

Podcast Advertising hält, was der Name verspricht: Es handelt sich dabei um Werbe-Einspieler in bestehenden Podcasts. Um Werbung in Podcasts zu schalten, brauchen Sie nicht unbedingt selbst eine eigene Show. Wenn Sie einen Podcast finden, dessen Ton, Zielgruppe und vielleicht sogar Thema zu Ihnen passt, können Sie auch dort eine Platzierung angehen. Bitte beachten: Podcaster schneiden ihre Werbung selbst hinein, d.h. Sie müssen direkten Kontakt mit dem Ersteller aufnehmen und gemeinsame Werbe-Bedingungen finden.

Wie kann diese Werbung aussehen?

Der B2C-Bereich macht es mit Promo-Codes vor: Dort sind kurze Einspieler, in denen das jeweilige Produkt in den Worten des Podcasters vorgestellt wird, Standard. Hinzu kommt ein Rabattcode oder eine Landing Page, über die es einen Kauf-Anreiz gibt. Ähnliches ist im B2B ebenfalls denkbar. Setzen Sie mit Ihrem Angebot jedoch besser nicht direkt beim Kauf an, sondern bieten Sie zusätzliches Infomaterial zum Download an. So steigern Sie die Awareness und generieren wertvolle Leads. 

Wichtig: Grundsätzlich gibt es drei Werbe-Platzierungen in Podcasts

  1. Pre-Roll: 15-30 Sekunden Einspieler zu Beginn der Sendung
  2. Mid-Roll: Einminütiger Einspieler als klassische Werbeunterbrechung während der Sendung
  3. End-Roll: 15-30 Sekunden Einspieler am Ende der Sendung

 

Eigener Podcast

Für die Erstellung eines eigenen Podcasts gelten dieselben Bedingungen wie bei allen neuen Marketingkanälen: Haben Sie ein Ziel und einen Plan, geben Sie dem Ganzen Zeit, um sich zu etablieren. 20 Sendungen und ein halbes Jahr sollten es schon sein. 

Gerade bei einem Unternehmens-Podcast sollten Sie darauf achten, spannende Fachthemen aufzugreifen und das Seeding nicht zu kurz kommen zu lassen. Zusätzliche Reichweite schaffen bekannte Interview-Gäste – diese teilen die eigene Sendung auch gerne mit Ihren Followern.

Ausführliche Tipps und Best Practices für Ihren Podcast finden Sie etwa auf Advertisecast.

Lohnt sich ein eigener B2B Podcast? Wenn Sie alles richtig machen, erreichen Sie damit auf jeden Fall Ihre Zielgruppe und schaffen Aufmerksamkeit für Ihre Marke und Ihr Expertise. Wer Ihnen regelmäßig zuhört, lernt von Ihnen – das schafft Markenbindung und stärkt langfristig Ihre Thought Leadership.  

 Unser Fazit zu B2B Podcasts 

Podcasts im B2B Marketing sind definitiv eine spannende Angelegenheit! Sie helfen Unternehmen dabei, Aufmerksamkeit, Markenbindung und Leads zu generieren. Besonders vorteilhaft ist der fachliche Aspekt: Diskutieren Sie regelmäßig professionell die Themen Ihrer Branche, wird diese das anerkennen. Hinzu kommt, dass immer mehr Deutsche regelmäßig Podcasts in Ihrer Freizeit anhören – damit steigt auch der Bedarf an beruflichen Themen. B2B Podcasts sind damit ein wunderbares Kommunikationsmittel, um Ihre Marketingziele zu erreichen. 

 

Autor: Mareike Schindler

8 Apr 2020

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