Mit diesen KPI wird Ihr Webinar ein voller Erfolg!

Webinare sind das Marketing-Konzept der Stunde – nicht wenige Unternehmen planen derzeit ein eigenes Online-Event. Warum das eine vielversprechende Entscheidung zur Leadgenerierung ist, und was es dabei zu beachten gilt, haben wir bereits in diesem Beitrag gezeigt. Heute möchten wir Ihnen die wichtigsten Webinar-Metriken vorstellen. Welche KPI gibt es, welche sollten Sie unbedingt messen und wie verbessern Sie sie? Wir teilen unsere Best Practices mit Ihnen!

KPI zur Webinar-Teilnahme

Ohne Teilnehmer sind alle weiteren KPI hinfällig. Deswegen ist die Zahl der Registrierungen definitiv die wichtigste Erfolgskennzahl für Ihr Webinar. Üblicherweise erscheinen nicht alle registrierten Kontakte zur Live-Veranstaltung – trotzdem haben Sie von diesen Kontakten nun ein OptIn, dass Sie z.B. für die OnDemand-Version des Webcast nutzen können.

Mehr Registrierungen erhalten Sie einerseits durch die Optimierung Ihrer Landing Page zur Registrierung. Andererseits benötigen Sie online ausreichend Aufmerksamkeit und Reichweite für Ihre Veranstaltungshinweise. Neben Social Media können das auch Mailings, Werbe-Partnerschaften oder klassische Online-Anzeigen sein.

Ebenfalls wichtig: Die Teilnahmerate. Durchschnittlich nehmen lediglich 30-40 % aller Registrierten am Live-Termin teil. Eine hohe Live Rate deutet darauf hin, dass das Thema so wichtig ist, dass die Teilnehmer es sich in ihren Kalender eintragen und andere Termine dafür verschieben. Umgekehrt muss eine durchschnittliche Teilnahmerate nicht unbedingt auf Desinteresse hinweisen. Sehen sich viele die OnDemand-Version an, haben Sie Ihr Webinar möglicherweise auf eine ungünstige Uhrzeit gelegt.

Achten Sie darauf, Ihr Webinar nicht um die Mittagszeit, zu spät oder in allgemeine Besprechungszeiten zu legen (Montagvormittag z.B.). Verschicken Sie im Anschluss die Webcast-Aufzeichnung an alle Registrierten! Nicht selten erhöht sich dadurch Ihre View Rate immens.

 

KPI zur Beteiligung

Neben den Live-Teilnehmern sollten Sie messen, wie viele Views Ihr Webinar inklusive OnDemand-Version verzeichnet. Möglicherweise waren interessierte Entscheider kurzfristig an Ihrem Termin verhindert. Diese schauen sich dann gerne eine Aufzeichnung an. Eine Adobe Webinar Studie fand heraus, dass sich etwa 50-60 % der Registrierten im Nachgang ein Webinar ansehen. Zusammen mit den Live Views ergibt sich so eine immense Reichweite! 

Für optimale View Rates versenden Sie die Webinar-Aufzeichnung zeitnah an alle Registrierungen. Eine Reminder-Mail einige Tage später holt auch die letzten interessierten Zuschauer ab. 

Binden Sie aktivierende Elemente in Ihren Webcast ein? Dann sollten Sie unbedingt deren Engagement Rate messen! Gut eignen sich kurze Umfragen, die Sie passend zu den vorgestellten Inhalten einblenden. Verfolgen Ihre Zuschauer das Webinar aufmerksam, sollten Sie binnen einer Minute Raten von 70-85 % verzeichnen können. 

Bauen Sie die Ergebnisse aktiv in Ihren Vortrag ein, steigert das sowohl Mehrwert als auch Engagement. Die Antworten aus den Fragen können Sie zudem als kleine Marktforschung nutzen. Sie wollten schon immer wissen, wie gut sich Ihre Kunden wirklich mit Ihrer Thematik auskennen? Fragen Sie nach!

 

KPI zur Weiterqualifizierung

Natürlich führen Sie Ihr Webinar vor allem durch, um Interessenten und Kunden zu informieren. Doch wie geht es danach weiter? Messen Sie die Klickrate auf den nächsten Schritt in Ihrem Verkaufstrichter.

Achten Sie dabei auf einen eindeutigen CTA und ein attraktives Angebot, das direkt zum Klicken anregt. Gut geeignet: Testversionen. Je nach Thema und Tiefe des Webinars können Sie die Leads auch direkt an Ihren Vertrieb weitergeben. 

Entsprechend sollten Sie natürlich tracken, wie viele Verkäufe durch das Webinar zustandekommen. Besonders präzise wird die Messung, wenn Sie den Umsatz der Verkäufe messen. Ein gewonnener Key Account kann sehr wertvoll sein! Die Käufe ordnen Sie durch intelligentes Tracking korrekt zu. Auf diese Weise belegen Sie auch Ihrem Management, wie das eigene Marketing zum Unternehmenserfolg beiträgt. 

Setzt Ihr Webinar weiter oben im Sales Funnel an, können Sie auch Social Sharing messen. Likes, Kommentare und Shares zeigen, wie gut Sie Aufmerksamkeit in der relevanten Zielgruppe generieren und wie das Webinar-Thema dort ankommt. Vielleicht rufen Sie im Webinar sogar zu einer kleinen Social Challenge auf? Wer den kreativsten Beitrag mit Nennung Ihres Unternehmens postet, gewinnt etwas.

Eingängige, lustige oder überraschende Beiträge haben das Potenzial, die Aufmerksamkeit von Social Media Nutzern einzufangen. Auch ausgefallene Ansätze sind in jedem Fall einen Versuch wert!

Für Top-of-the-Funnel Webinare sollten Sie außerdem die Zahl der (neuen) Leads, die Sie in Ihr CRM einspeisen können, messen. Damit verbunden ist die Cost per Lead. So haben Sie einen direkten Vergleichswert zu Ihren übrigen Maßnahmen.

 

Entscheiden, was passt

Natürlich sind nicht unbedingt alle Webinar KPI für Sie relevant – wählen Sie einfach die für Sie und Ihre Ziele passenden aus. Wenn Sie dazu noch einige Best Practices beachten, steht Ihrem Webinar-Erfolg nichts mehr im Weg!

Autor: Mareike Schindler

2 Apr 2020

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