Programmatische Kampagnen aufsetzen: Was muss ich beachten?

Programmatic Advertising setzt sich auch im B2B zunehmend durch. Denn diese Online Anzeigen, für deren Ausspielung in Echtzeit und automatisiert geboten wird, bieten Marketern zahlreiche Chancen. Neben einer maximalen Kosten-Nutzen-Effizienz sorgen Kampagnen mit Programmatic Ads auch dafür, dass Werbebanner direkt dort angezeigt werden, wo das Interesse am höchsten ist. Programmatische Kampagnen sind darum ein wahrer Booster für Ihre Online Kampagnen! 

 

Über Teilkampagnen zum Erfolg

Doch die Begrifflichkeit täuscht: Hochperformante Kampagnen bestehen niemals aus nur einer einzigen Kampagne. Programmatic Advertising lebt davon, zahlreiche Teilkampagnen zu nutzen, um so die bestmögliche CTR zu erzielen. Nur so lassen sich schnell die richtigen Einstellungen finden, um die gewünschte Zielgruppe präzise anzusprechen. 

Die Teilkampagnen bestehen aus einer individuellen Kombination und Variation der verschiedenen Parameter, die die jeweilige DSP anbietet. Zumeist handelt es sich dabei um die folgenden Optionen:

  • Umfang der genutzten Werbe-Inventare. Auf DSPs finden Sie Inventare verschiedener Anbieter. Oft bieten Fachverlage hier Daten aus ihrer Zielgruppe an. Nicht alle sind jedoch frei zugänglich – möglicherweise sind zusätzliche private Deals notwendig oder die Nutzung eines bestimmten Datensets.

  • Whitelisting und Blacklisting. Nutzen Sie die Möglichkeiten, anstößige Inhalte wie Gewalt, Glücksspiel etc. auszuschließen und whitelisten Sie für Ihre Zwecke besonders hochwertige Seiten. Ein großer Erfahrungsschatz aus vorangegangenen Kampagnen hilft genauso wie präzise Vorstellung zu Brand Safety, Konkurrenten und Branchen-Magazinen.

  • Geräteauswahl. Soll Ihre Programmatic Ad auf Desktop oder mobile ausgespielt werden? Durchschnittlich werden auch im B2B bereits etwa ⅔ aller Anzeigen auf Mobilgeräten angesehen. 

  • Formate. Sie haben die Wahl zwischen den IAB-Standardsets in den Größen 300×250, 160×600, 728×90 und den neueren Billboard-Formaten. Letztere setzen vor allem auf flächige Banner – daher auch der englische Name “billboard” für Werbeplakat.

  • Sichtbarkeit. Online Anzeigen können sowohl im sofort sichtbaren Bereich als auch darunter eingeblendet werden. Auch wenn Ads im nicht sichtbaren Bereich günstiger sind, sollten Sie in jedem Fall auf eine Viewability von mindestens 70 % setzen. Nur so erzielen Sie die gewünschte Aufmerksamkeit und hohe Klickraten. Vor allem für Branding-Ziele ist die Kampagnen-Sichtbarkeit relevant, um Bekanntheit und Wiedererkennungswert zu schaffen.

  • Keywords. Sie müssen nicht jede Teilkampagne auf Ihr gesamtes Keyword Set laufen lassen. Gerade bei verschiedenen Themenschwerpunkten lohnt es sich, dafür einzelne Kampagnen aufzusetzen und diese gegeneinander zu testen. So finden Sie schnell die wirklich zentralen Keywords.

  • Ausspielungsart: Run on Channel oder Run on Data. Während RoC sich auf thematisch gebündelte Seitenpakete bezieht, erlaubt RoD, Kampagnen überall basierend auf direktem Nutzerinteresse auszuspielen. Dieses Interesse wird über DSGVO-konforme 1st Party Data gemessen. 

All diese Parameter sollen Sie nicht verwirren – im Gegenteil! Darüber erhalten Sie wertvolle Informationen über Ihre Zielgruppe und wie sie online Inhalte konsumieren. Dieses Wissen wiederum können Sie dafür nutzen, Ihre (Teil-)Kampagnen noch besser auf Ihre Zielgruppe zuzuschneiden. 

Autor: Jakob Rode

9 Jun 2020

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