Social Media Studie 2020: Worauf setzen B2B Unternehmen?

LinkedIn, Facebook, XING und Co. sind schon lange kein Nice-to-have mehr, sondern ein Must-have für B2B Marketer. Sie sind ein elementarer Baustein der digitalen Kommunikation, die gerade in der Zeit während und nach Corona weiter an Fahrt auf genommen hat. Und sie sind mittlerweile auch im strategischen Management in B2B Unternehmen verankert. Dies geht aus der Social Media Studie in der B2B Kommunikation des 1. Arbeitskreis Social Media B2B hervor, die sich mit dem Einsatz und den Veränderungen der Nutzung von sozialen Medien im B2B in der DACH-Region auseinandersetzt. Hier die zentralen Erkenntnisse:  


LinkedIn bleibt Spitzenreiter und legt noch weiter zu:
 

Was für Viele bislang „nur“ ein Gefühl war, hat sich nun erneut bewahrheitet. Wie im vergangenen Jahr ist und bleibt LinkedIn der Spitzenreiter, wenn es um die Frage der beliebtesten Social Media Kanäle geht. 

Im Vergleich zu 2019 hat das soziale Business-Netzwerk in Deutschland sogar noch um 9,1 Prozentpunkte zugelegt. Und auch in Österreich und der Schweiz führt kein Weg daran vorbei, denn über 80 % der B2Bler setzen auf dieses Medium. Auch im Rennen um Platz 2 sind sich die Länder einig: Facebook erreicht ihn in Deutschland und der Schweiz mit 67 %, in Österreich sogar mit über 75 %. Danach ist sich DACH-Region uneins: XING und YouTube sind zwar in allen Top 5 noch enthalten, bei Twitter spalten sich jedoch die Meinungen. Deutsche B2B Unternehmen setzen beispielsweise vermehrt auf Instagram als auf Twitter. 

Überraschung: In Deutschland verliert Twitter seinen Platz unter den Top 5 der beliebtesten Social Media Kanäle. Instagram übernimmt mit 50,5 %. 
Bildquelle: 1. Arbeitskreis Social Media B2B 

Widmet man sich der Frage nach dem „Warum?“ oder „Für welchen Zweck?“ in Bezug auf die Social Media-Nutzung, so werden als Hauptargumente die Ansprache von Neu- und Bestandskunden sowie das Recruiting genannt. Wobei hier stark zwischen den Netzwerken unterschieden wird: Während Xing in großen Teilen für das Recruiting eingesetzt wird, hat sich LinkedIn zum Austausch-und Marketing-Kanal entwickelt. Influencer werden neuerdings hauptsächlich über Instagram angesprochen.  

Diese Verteilung spiegelt sich auch in der Wahl der Kommunikationsmittel wider: Generell setzt sich der Trend der Vorjahre hin zu eigenproduzierten und auch zu bewegten Inhalten klar fort. Für das Bewerben von professionellen Inhalten wie Fachartikel, Studien, Whitepaper etc. wird LinkedIn bevorzugt, danach folgt Xing. Auf Facebook liegt visuelles Material klar vorne, gleichermaßen auf Instagram. 

Herausforderungen für 2021:

Bleibt nun noch ein Blick in die Zukunft: Welche Handlungsfelder gibt es für 2012? Da Unternehmen nach wie vor die größten Probleme im hohen Zeitaufwand und in zu wenigen Ressourcen sehen, gilt es diese 

Punkte anzugehen. Wie gelingt das? In dem man Budgets erhöht, fachkundiges Personal einstellt und seine eigenen Mitarbeiter für Social Media sensibilisiert. So könne man Mitarbeiter als Leuchttürme für Social Media aufbauen, was den größten Handlungsschwerpunkt der diesjährigen Befragten darstellt. Blickt man auf alle übrigen ToDos für 

2021, so lässt das nur einen Schluss zu: B2B Unternehmen möchten ihre Social Media Kommunikation auf ein höheres Level heben. Egal, ob man Social Media Manager einstellen möchte, sich Experten an seine Seite stellen will oder plant, sein eigenes Unternehmen mit seinen Angestellten für das Thema zu sensibilisieren und aufzubauen, der Wille zu einem professionelleren Umgang ist klar erkennbar.

Abschließend ist zu sagen: 

Da über 95 Prozent der befragten deutschen Unternehmen angeben, Social Media für ihre Kommunikation zu nutzen, sind soziale Netzwerke als Kommunikationsinstrument fast flächendeckend etabliert. Auch wenn es hier und dort Verschiebungen in der Nutzung gibt, haben B2B Unternehmen erkannt, wie wichtig es ist, sich in diesem Bereich professionell aufzustellen. „B2B-Unternehmen setzen vermehrt auf authentische Bild- und Bewegtbildformate und binden ihre Mitarbeiter stärker ein – nach innen wie außen. Nahbarkeit und Transparenz sind die Schlüsselbegriffe für eine erfolgreiche Social-Media-Kommunikation. Das zeigt unsere B2B Social Media Studie 2020 dieses Jahr eindeutig – wissenschaftlich gestützt und praxisnah“, erklärt Katharina Barth, Projektleiterin der Studie 2020. Ob und wie sich dieses Engagement in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird, bleibt spannend. Als Partner der Studie freuen wir uns schon heute auf die Erkenntnisse aus 2021!   

 

Zur Studie: 

Von Juli bis August 2020 wurden für die Untersuchung 701 B2B Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Initiator der Studie war der 1. Arbeitskreis Social Media in der B2B Kommunikation, der zahlreiche Partner an seiner Seite hatte. Darunter auch wir, die B2B Media Group.  

Zum Hintergrund des 1. Arbeitskreis für Social Media in der B2B-Unternehmenskommunikation

Im Sommer 2010 wurde der „Erster Arbeitskreis Social Media in der B2B-Kommunikation“ von Jacqueline Althaller, Gründerin der gleichnamigen Agentur ALTHALLER communication ins Leben gerufen, um konkrete Fragestellungen von Seiten B2B zu beantworten und dieses Wissen auch weiterzuvermitteln. Umfragen führt der Arbeitskreis durch, um Trends und Entwicklungen feststellen zu können. Zu den Initiatoren gehören Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Größenordnungen – von IT bis Healthcare. Begleitet wird der Arbeitskreis von Vertretern aus Wissenschaft und Forschung. Der Arbeitskreis verfolgt keine wirtschaftlichen Interessen.

Autor: Natalie Weirich

16 Okt 2020

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